Entenpolitik

Vor Jahren schrieben zwei Enten
einen Brief an den Bundespräsidenten.
Sie wollten sich beschweren,
dass Menschen ihnen verwehren,
parlamentarisch einzukehren.

Auf jeden Fall
sei es eine Qual,
dass jeder ihre zarte Brust
verspeisen wolle, nur aus Lust
am essen, das erzeuge Frust,
und man verletze hiermit schon
die Genfer Konvention.

Auch andere Dinge, die geschehen
würden sie nicht einsehen:
Warum erhält eine Ente
zum Beispiel keine Rente?
Warum fährt Ente nie mit dem Bus?
anstrengend sei das watscheln zu Fuß.
Ist die Entengesundheit nichts wert?
kaum eine Ente sei krankenversichert.

Der Briefempfänger, unser Bundespräsident,
ein Mensch der alle Brisanzen kennt,
hat die Enten unterdessen
eingeladen, geschlachtet und gegessen.
Ihm schien es einfach zu vermessen, zuzulassen,
dass politische Enten in Parlamenten Fuß fassen.

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