Ja ich führe in der Tat
Selbstgespräche, jeder hat
manchmal Sehnsucht nach Gefährten
oder einem Fachexperten.
Autor: Aschoff Blog
Kindergedicht für Elisabeth
War mal ein Radieschen,
das fühlte sich so mies, denn
jemand hatte es gequält
und ihm die Schale abgepellt.
Folge meinem Rat, Lieschen,
quäle niemals ein Radieschen,
denn das tut Radieschen weh,
wird vor Schmerzen blass wie Schnee.
Tierarzt ohne Grenzen
Mit Grippe und fast neunzig Lenzen
sollte ein „Tierarzt ohne Grenzen“
eine Maus mit roten Mandeln
auf den Lofoten behandeln.
Diesen Job, den wollte er schwänzen.
Scharf
Er pflegte seinen Garten besser
mit einem scharfen Fahrtenmesser.
Seine Frau rief freudig aus:
„Siehst heute richtig schneidig aus.“
Reiterrat
Damit ich lang noch heiter bin
riet mir eine Reiterin
nicht die Gesundheit zu zerstören
und mit dem Rauchen aufzuhören.
Nach diesem kurzen Zwischenstopp
ritt sie weiter, im Galopp.
Ihr Pferd war wild und ungezähmt,
sie fiel herab und war gelähmt.
Latein
Mir fallen viele Reime ein,
mal in Deutsch, meist in Latein.
„Salta opus benedictum
scribularum est conflictum“.
Seh´ erst beim Übersetzen dann,
dass ich lateinisch gar nicht kann.
Mancher mag sich hier nun fragen,
was will der Dichter hiermit sagen,
was ist der Sinn von dem Gedicht?
(Tut mir leid, den gibt es nicht.)
Küchenschabe´s Schuh
„Wenn ich in roten Schühchen trabe“,
murmelte die Küchenschabe,
„bin ich im Kohlenkeller
auf Ledersohlen schneller.“
Doch der Kohlenstaub verdeckt sie,
nicht jeder Schuh wirkt immer sexy.
Das Fliegen
Ich liebe das Fliegen,
die Schwerkraft besiegen,
und stärke meine Lebenskraft
im Flugzeug mit Tomatensaft.
Doch manches mal in höchster Not
rufe ich: „ach, Herr Pilot,
SOO schwer die Winde stürmisch wüten,
statt Saft, heut lieber für mich Tüten!“
Sonnenbrand
Ich wollte gern allein sein,
am Strand mit Sand und Bernstein,
mit rechter Hand der Sonne winken,
ein kühles Bierchen in der linken,
ab und zu ein Wellenbad
bei wolkenlosen dreißig Grad.
Abends fieser Sonnenbrand.
Geh mir weg, Du mieser Strand!
Glück
Sinn macht es an manchen Tagen
einmal ernsthaft nachzufragen
wann man wahres „Glück“ empfindet,
was man mit dem Wort verbindet.
Wenn ich mein Glücksgefühl ermittel,
greife ich zum Abführmittel,
setz mich auf Toilettenbrille,
doch folge nicht des Darmes Wille
und genieß das Glücksgefühl
der Sicherheit auf dem Gestühl.
Das sollte jeder mal probieren,
schließlich kann ja nichts passieren.
