Dem Deutschen macht die Lage krank
wenn es regnet, tagelang.
Er wünscht dann bunte Regenbogen,
doch der Wolken wegen zogen
diese wohl zum Süden hin.
Der Deutsche denkt, mit müdem Sinn:
„in Afrika da scheint die Sonne,
hier gibt es keine Sonnenwonne,
und insgesamt, es geht uns schlecht,
diese Welt ist ungerecht.“
Wir sollten uns an Regentagen
der schlechten Laune wegen fragen:
„ist der Zustand, den wir hegen
nur gekommen wegen Regen,
oder sind wir generell
übellaunig, viel zu schnell?“
Es hilft kein Grübeln und verschanzen,
man kann auch froh im Regen tanzen.
Autor: Aschoff Blog
Digitale Transformation
Ich bin rundlich, adipös,
werde aber nicht nervös,
denn in digitalen Zeiten
kann ich meine breiten Seiten
mittels „Photoshop“ beheben
um nach Perfektion zu streben.
Werd´ zum Schönheitsideal.
(Klappt jedoch nur digital)
Kunterbunt
Der eine hockt in der Stube nur,
der andere liebt die Natur.
Mancher mag Fleisch, mancher Käse,
mancher isst Eis, nur von Langnese.
Viele gehen gern zu Fuß
oder nutzen Omnibus
und schließlich kann man auch erwägen,
sich nur mit Auto zu bewegen.
Ob viele Kinder, ob Leben mit Hund,
ob wohnen in Villa Kunterbunt,
das Leben, es ist eine Reise
und jeder reist auf seine Weise.
So oder so kommt jeder zum Ziel bald,
das Leben ist schön, es lebe die Vielfalt.
Gewichtig
Wenn Pfunde in die Höhe fliegen
soll der Mensch sich täglich wiegen
und er kauft in dieser Lage
im Einzelhandel eine Waage.
Die zeigt, genau und digital
das Kampfgewicht, mit einer Zahl.
Diesen guten Rat beherzte
Herr Rabe, den im Geiste schmerzte
dass die zwei Hosen, die er hat
immer platzen an der Naht.
Rabe wiegt sich tagelang,
wird vor Kummer magenkrank,
weil ihn ärgert und auch wundert,
Waage zeigt stets über hundert.
Er verkauft am nächsten Tage
bei Ebay die Personenwaage,
pfeift auf die maledeiten Pfunde,
kauft Hose, diesmal weit im Bunde.
Arztbesuch
Im Alter schleicht sich öfter ein
der Schmerz und manches Zipperlein,
dann lässt der Mensch sich gern beschauen
vom Arzte, dem er kann vertrauen,
und er geht zwecks Prophylaxis
zum Medizinmann in die Praxis.
Bin gern in meinem Garten immer,
doch sitze nun im Wartezimmer,
und bekam hier, Gott sei Dank
den letzten Platz auf einer Bank.
Wer nach mir kam, der musste stehen.
Nicht günstig für die Frau mit Wehen.
Habe Nummer neun gezogen,
nach zwei Stunden, ungelogen
ruft man auf: die Nummer drei.
Quälend, diese Warterei.
Als wenn ich nicht genügend litte
lese ich auch noch „Brigitte“,
auf „Kicker“ und die „Auto Bild“
waren Männer vor mir wild.
Ich rieche wie mein Nachbar schwitzt,
der Warteraum ist überhitzt.
Ein kleiner Mensch im Kinderwagen
dem wohl die Gedärme plagen
schreit mit tiefrotem Gesicht,
nach Odeklonje riecht das nicht.
Von siebzehn, die hier warten mussten
hatten vierzehn starken Husten.
Ein Hund, er war nicht an der Leine
pinkelt frech mir an die Beine,
ich bleibe sitzen nach dem Schreck,
ansonsten wär´ mein Sitzplatz weg.
Ein Mann mit leichten Nasenbluten
wartete nur zwei Minuten.
Voll Stolz vor allen er bekennt:
„Adieu, ich bin Privatpatient.“
Es schreit ein Greis: „zeigt bitte Herz,
ich habe wirklich starken Schmerz.
Darauf sein Nachbar: „nein, nehmt mich!“
Wie die sich schlugen- widerlich.
Der Arzt macht nun die Mittagspause,
ich will nur noch schnell nach Hause,
mir wird die Warterei zu dumm
und ich probiers´ mal anders rum.
Ich vergnüge mich im Garten
und lass den Arzt noch Jahre warten.
Kinderglück
Ein Ehepaar, das kinderlos
zog nun kleine Rinder groß,
doch wie sie neulich wiedergaben,
sie würden Kinder lieber haben.
So träumen sie vom Kinderglück
bei Wein und einem Rinderstück.
Yoga
Es geht die Thea in den Wald,
zu einen Baum, der groß und alt
und versucht, mit ihrem Rücken
des Baumes Rinde platt zu drücken,
denn sie ist glühender Verehrer
aller großen Yoga- Lehrer.
Es sucht die Thea neue Stellung
für Fitness und die Geist- Erhellung,
und sie meint, es sei gesund,
das Rindedrücken, halbe Stund´.
Doch es quälte, durch das Drücken
sie ganz kurz danach ihr Rücken.
Da war sie EINMAL kreativ,
schon steht die arme Thea schief.
Der Diebe Limerick
Es suchten zwei Diebe im Möbelhaus
sich in der Nacht einst Möbel aus.
Beiden Dieben nicht gefällt,
dass dort die Polizei sie stellt
und vermöbelt flogen sie raus.
Chinesische Medizin
Lass bei Chinesen Vorsicht walten
wenn diese Nadeln vor sich halten!
Ist der Chinese Medizinmann,
allerschnellstens musst Du flieh´n dann,
nimm die Beine in die Hand
und renne, wie noch nie gerannt,
denn ganz genau weiß man ja nicht
wohin Dich der Chinese sticht.
Dicklichkeit
Es stöhnte Rudi Rauchenfang:
„zu mächtig ist mein Bauchumfang,
ich bin von einem Wahn besessen
jedwede Speise aufzuessen.
Stets macht mich das Gefühl krank,
leer könnte sein mein Kühlschrank.
Nie finde ich den Zustand
in welchem ich Genuss fand.
Das Leben ist so ungerecht,
hab Hunger, oder mir ist schlecht.“
