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Hans-Werner ASCHOFF, Hartmut BERLINICKE: FAKE POETRY
Gedichte für Menschen, die alles haben, auch Langeweile
Culturcon Verlag
978-3-944068-68-8
14,99 €
Gedichte für Menschen, die alles haben. Auch Langeweile. Kurzweilige Reime im Stile von Wilhelm Busch, Heinz Erhardt und Joachim Ringelnatz.

Eigentlich hat es Hans-Werner Aschoff als Betriebswirt und Wirtschaftsförderer, erst in Bremen und jetzt im Landkreis Oldenburg, mit Excel Tabellen. Sollte man meinen. So ist es aber eben nicht. Ganz und gar nicht! Genauso hat er es mit Reimen. Mindestens genauso! Das das nicht schlecht! Ganz und gar nicht! Richtig gut sogar! Und auch nicht erst seit gestern. Sondern seit Jahrzehnten! Wirklich! Scharfe Beobachtungen, manchmal auch Träume, verpackt er in herrliche, intelligente und scharfzüngige Wortspielereien und gereimte Geschichten. Nicht selten auch doppeldeutig. Mit Sprachwitz und viel Humor gewinnt er Alltäglichkeiten hintergründige Bedeutungen ab, animiert die Leser zum Lachen, aber auch zum Nachdenken.
Es jubelt der Deutsche und strahlt vor Glück,
endlich ist der Wolf zurück.
Für ein Schaf ist er beschwerlich,
doch für den Menschen ungefährlich!
(Sagte der Wolf und nahm sich ein Häppchen
vom Rotkäppchen.)

„Fake Poetry“ , Vorbestellung bei info@culturcon.de                        €14,99 Einnahmen werden für soziale Zwecke gespendet.

Reisevorbereitungen für den Indienurlaub 

Der Deutsche reist zum Spaß nicht nur,

er vermittelt stets Kultur,

zeigt ach so gern den fremden Ländern

welche Sitten sie zu ändern.

Eingepackt sind Tempotücher,

Schwarzbrot und Gesetzesbücher,

was ich nun noch wieder such

ist mein altes Liederbuch.

Wenn mich dann die Inder fragen

was ich sang in Kindertagen

werd ich singen, dort am Ganges,

weil als Kind ich gerne sang es:

„schön ist ein Zylinderhut“.

(Glaub, das finden Inder gut.)

Wurmsprung 

Fröhlich sprang ein nasser Wurm

herab von einem Wasserturm

und sein Glück war, dass der Sturm

blies ihn zurück auf Wasserturm.

Als er sich dies nochmal traute

war dann leider doch mal Flaute. 

Das Ende der Fastenzeit 

Manche Menschen suchen Glück

in einem großen Kuchenstück.

Stets mit dicker Sahnehaube

es wohl zum Ermahnen tauge,

wenn man es zu sehr genieße

sich die Hose nicht mehr schließe.

Deshalb clever, sowie praktisch

kaufe Hosen prophylaktisch

welche stets im Bunde dehnbar.

(Mache das schon seit ich zehn war)

Orchesterspielwunsch

Gemeinsam und  synchron  mit  vielen 

Menschen  im  Orchester spielen, 

ach, das wäre sicherlich 

wunderbar für mich. 

Wenn sich  dann  der Taktstock hebt, 

über mir im  Raume schwebt, 

wenn  es leise  wird  im  Saal, 

und  plötzlich, alle auf  einmal 

die  Sprache  überwinden, 

sich  in  Musik zusammenfinden, 

wenn  sich  Japaner, Afrikaner, 

Chinesen, Deutsche, Kolumbianer 

im  Orchester wiederfinden 

und  sich  durch  Musik verbinden. 

Land, Kultur und  Sprache 

werden  Nebensache,

und  nur eins vereinigt  sie: 

die Sprache einer Symphonie. 

Oh wi e gerne möchte ich  ein 

Teil dieses Orchesters  sein, 

doch  an  mir  man  schnell verzage, 

geige nur in  erster Lage, 

spiele  nicht  mal wirklich  schöne, 

anhörbare Flötentöne, 

habe Instrumentspielmangel, 

will Solovertrag  für Triangel. 

Ja, das wär ein  Ding 

……. Ping

Deutschland. Ein Trinkermärchen 

Eine etwas peinlich kleine 

Dichtung,  frei nach Heinrich Heine.


Beim feiern brach ein Niedersachse

sich seine linke Gliederhaxe.

Er schlich nach Schleswig- Holstein,

stahl dort Hedwig’s Holzbein.
Humpelte bis Bremen,

will dort ein Taxi nehmen.

Mit Bier doch ohne essen,

fuhr er weiter über Hessen
und konnte endlich wieder feiern

als er kam nach Niederbayern.

(Wer diese Story wahr fand

trank zu viel Bier im Saarland.)

Musikbindung

Herr Hecht und Frau von Haklichkeit 

die saßen nach der Mittagszeit 

sich gegenüber im Cafe, 

in Hamburg, nah der Elbchaussee. 

Es spürte Frau von Haklichkeit 

Herr Hecht, der litt an Einsamkeit. 

Sie sprach ihn an, 

dass dann und wann 

er öfter sitze nebenan 

und sie, die Frau von Haklichkeit 

sei gern zu einem Plausch bereit. 

Herr Hecht blieb still am Nachbartisch, 

verhielt sich stumm, 

stumm wie ein Fisch. 

Da weinte Frau von Haklichkeit 

ob ihrer eignen Einsamkeit. 

Es spielt ein Stück von George Bizet 

im Cafe an der Elbchaussee 

ein Geiger, dem es gut gefällt 

wenn er die Gäste unterhält. 

Da sah ein helles Augenleuchten 

Frau Haklichkeit durch ihre feuchten 

Tränenaugen bei Herrn Hecht,

und sie wusste nun, er findet, 

dass Musik einen verbindet. 

Nun sitzen sie, auch ohne Worte 

täglich bei Musik und Torte 

zusammen glücklich im Cafe, 

in Hamburg, nah der Elbchaussee.