Die Entstehung des Deutschlandliedes

„Heinrich Heine , der hat keine
wirklich schöne, schlanke Beine“,
dachte sich die Loreley
als sie ging an ihm vorbei.
Er saß dort in kurzer Hose
nippte an Getränkedose,
machte einer seiner Pausen,
dort am Rheinfall, bei Schaffhausen.
Hat die Lore angestiert
und schon war er inspiriert
dem deutschen Volk ein Lied zu geben.
(Ach nee, das war ja Hoffmann von Fallersleben.)

Wandervogel

Ein Buntspecht wollte wandern,
von Bremen bis nach Flandern.
Doch schon nach einer Viertelstund
wurden seine Füße wund.
Wenn Spechte wunde Füße haben,
rasten sie im Straßengraben.
Fünf Stunden blieb er dort wohl liegen,
um dann nach Flandern hin
zu fliegen.

Oberhausen

Ein Ober kam nach Oberhausen
zur Arbeit in die Opernklausen,
wo Menschen nach der Oper schmausen.
Er wohnte, wie halt Ober hausen
zur Miete im möblierten Zimmer,
und hörte ständig das Gewimmer
der Nachbarn, die in Oberhausen
abends ihren Opa lausen.
Vor Wohnungen bei Opernklausen
soll es ja in Oberhausen
jedem neuen Ober grausen.

Überfall am Früstückstisch

“Ich bin verheddert”,
schrie die Gabel,
“in ein verfluchtes Leitungskabel.”
“Was bist du doch für ein Töffel“,
amüsierte sich der Löffel.
„Dies Kabelzeug wird immer frecher“,
konstatiert der Eierbecher
“Wer hat das Kabel liegen lassen?“
fragen sich die Kaffeetassen.
“Die arme Gabel wird ganz blass”
bemerkt das Marmeladenglas.
Ein Vorschlag kommt von den Servietten:
“kommt, lasst uns die Gabel retten,
wir wollen mit den Tischgewürzen
uns alle auf das Kabel stürzen”
“Der Plan ist mir nicht ganz geheuer”,
murmelte der Pfefferstreuer.

“Lasst ab, allein kann ich das besser”
meldet sich das Buttermesser,
und schnitt mit einem kurzen Schnapp
das blöde Leitungskabel ab

Fliegenliebe

Liegen Liegen neben Liegen
liegen Liegen eng an Liegen.
Fliegen Fliegen auf die Liegen
liegen Fliegen dicht bei Fliegen.
Fliegen Liegen über Fliegen
wäre das ein Liegenfliegen.
Wenn sich sieben Fliegen lieben
setzen sich die sieben Fliegen
auf die Liegen und beim liegen
lieben Fliegen sich auf Liegen,
lieben hier und liegen dort,
fliegen auch bald wieder fort.

Entenpolitik

Vor Jahren schrieben zwei Enten
einen Brief an den Bundespräsidenten.
Sie wollten sich beschweren,
dass Menschen ihnen verwehren,
parlamentarisch einzukehren.

Auf jeden Fall
sei es eine Qual,
dass jeder ihre zarte Brust
verspeisen wolle, nur aus Lust
am essen, das erzeuge Frust,
und man verletze hiermit schon
die Genfer Konvention.

Auch andere Dinge, die geschehen
würden sie nicht einsehen:
Warum erhält eine Ente
zum Beispiel keine Rente?
Warum fährt Ente nie mit dem Bus?
anstrengend sei das watscheln zu Fuß.
Ist die Entengesundheit nichts wert?
kaum eine Ente sei krankenversichert.

Der Briefempfänger, unser Bundespräsident,
ein Mensch der alle Brisanzen kennt,
hat die Enten unterdessen
eingeladen, geschlachtet und gegessen.
Ihm schien es einfach zu vermessen, zuzulassen,
dass politische Enten in Parlamenten Fuß fassen.

gerührt oder geschüttelt

An der Bar, vorm Whiskyschrank
stand zum mixen, blond und schlank
eine Whiskymixerin,
hielt das Glas dem Gaste hin,
fragt ihn ob er Wunsch verspürt
nach geschüttelt, nach gerührt.

Der Gast, er schweigt die Dame an
weil er nur eines denken kann:
„wie kann ich ihr jetzt bloß vermitteln-
…ich wär gerührt, wenn sie ihn schütteln.“

Flachmann

Ich bin eine kleine Flasche
voll gefüllt mit Gin,
lebe in der Hosentasche,
weil ich Flachmann bin.

Mein Besitzer ist ein kleiner,
alter grauer Mann,
ungepflegt, durchaus so einer,
den man Penner nennen kann.

Ich mag ihn und er liebt mich,
(meinen Inhalt wohl noch mehr)
leider sind wir unterschiedlich:
ist er voll, dann bin ich leer.

Die Wahrheit über Norweger

“Die Norweger, das sind so welche,
die knutschen gerne große Elche.
Sie lieben es, mit ihren Lippen
Großelchmäuler zu bestippen.”
Dies behauptete ein Schwede
als Bestandteil seiner Rede,
die er hielt vor hundert Dänen.
Unter Tränen.