Früher lachten mein Kumpel und ich,
wenn Finger wurden schrumpelig
weil im Freibad wir geschwommen.
Nach Jahren wieder zusammengekommen.
Sah in sein Gesicht
und lachte nicht.
Take Poetry ISBN 978-3-7308-1610-3 erhältlich im örtlichen Buchhandel oder bei Amazon für € 14,99
Früher lachten mein Kumpel und ich,
wenn Finger wurden schrumpelig
weil im Freibad wir geschwommen.
Nach Jahren wieder zusammengekommen.
Sah in sein Gesicht
und lachte nicht.
Traurig sind im Kindergarten
Kinder, die auf Rinderbraten
immer nur vergeblich warten.
Dort isst man jetzt vegan.
Na dann.
Nur der Kindergartenleiter
ist, wie zu erwarten, heiter.
Feierlich erklärt er, dass er
trinke niemals wieder Wasser,
weil Wasser doch vom Hahn wär`.
Schlau sind die Veganer.
Es fühlt im Gartenparadies
der Mensch sich zu erwarten mies
wenn Mäher sich nicht starten lies.
Man ist der Höllen Rand näher
mit Handmäher.
Am Anfang steht ein Plagegeist,
der definiert die Lage meist
als äusserst wichtig und notwendig,
zu lernen, bis zum Tode, ständig.
Du funktionierst, und musst erfahren
in allen Deinen Lebensjahren,
bei jedem Streben, allem Treiben,
ideal wär`, Kind zu bleiben.
Am Ende war der Weg das Ziel
und Du siehst: da war nicht viel
wenn man einmal rückwärts schaut
an Wegen, die Du hast gebaut.
Viel Trampelpfade.
Viel rote Ampeln.
Schade.
Der Biologe gibt Erstattung,
teilt Tiere ein in eine Gattung.
Der Maulwurf sei Insektenfresser;
ist er nicht, das weiss ich besser:
wenn sie im Garten Haufen werfen
nagen sie an meinen Nerven.
Nein, mein Freund, ich sage Dir:
der Maulwurf ist ein Nagetier.
Denk mal an:
Einsame, Alleinerziehende, Geflüchtete, Andersartige, Minderheiten, Opfer
Denkmal für:
Helden, Kaiser, Könige, Diktatoren, Täter
Denk mal nach
Es sprudelten beim Wasserlassen
früher stets die Wassermassen.
Nur langsam füllt sich der Behälter
wenn der junge Mann wird älter.
Es ist ein hartes Los das da
vergrößert sich die Prostata.
Nur eines mindert dann das Leid:
als Rentner hat man ganz viel Zeit.
Neue Meldung eingetroffen:
“Bundeskanzler ist besoffen
gegen einen Baum gerast!”
Deshalb hätte er dann fast
Russlands Staatsempfang verpasst.
Russen nahmen Warten hin,
blieben ruhig,tranken Gin.
(Wodka wurde nach diversen Runden
leider nicht mehr aufgefunden)
Als Kanzler ankam, war die Schau
fast beendet, alle blau.
Er verließ den Staatsempfang
unter grölenden Gesang.
Bundeskanzler kam nicht wieder
er sang lieber Wanderlieder,
trank in Bar mit den Ministern
Branntwein aus Benzinkanistern.
Kanzler konnte es nicht lassen
ein Gesetz nun zu verfassen.
Doch nach der durchzechten Nacht
hatte niemand dran gedacht,
das Gesetz auch zu notieren.
Lallend und auf allen vieren
krochen sie die Strasse lang.
Auf zum nächsten Staatsempfang.
Ich möchte eine Oper schreiben
denn wirklich gute Opern bleiben
den Menschen im Gedächtnis hängen,
besonders die mit Überlängen.
Die Oper handelt von der Frau,
jung und schön, die Augen blau,
mit runden Formen gut bestückt,
die ständig ihren Mann betrügt.
Der Dirigent erhebt den Takt-
stock für den ersten Akt.
Ein Schrank, ein Stuhl, ein Doppelbett,
die schöne Frau singt im Duett
mit ihrem Liebhaber das Lied:
“Sieh, wie mein Herz in Deines zieht”.
Vom Liebhaber erscheint die Gattin,
furienzornig, und sie hat in
der rechten Hand den Schnellkochtopf.
Sie schlägt ihn auf des Gatten Kopf.
Schlägt einmal zu, schlägt zweimal zu,
sie singt dabei “Mein Schatz warst Du”.
Sein Blut ergießt sich auf den Schrank
bei herzergreifenden Gesang.
“Ich musste meinen Mann ermorden,
denn untreu ist er mir geworden.”
Traurig singt sie dieses Lied
während er vom Leben schied.
Noch während sie es vorsang
zur Pause fällt der Vorhang.
Der Dirigent erhebt den Takt-
stock für den zweiten Akt.
Auf der Bühne seht ein Chor,
aufgebahrt liegt tot davor
der Galan der umgebracht,
daneben seine Frau- sie lacht.
Tanzt und singt im bunten Kleid
“Ich fühle mich von dir befreit”.
Doch ihre Nebenbuhlerin
schleicht sich leise zu ihr hin.
Tragend singt der Tauerchor
die Arie vom Himmelstor.
Die Frauen schlagen auf sich ein,
jede stirbt für sich allein.
Daraufhin der Chor verstummt,
ein Soldat betritt vermummt
die Bühne von links vorne her
und zückt das Repetiergewehr.
Nun singt der Chor wie zum Finale:
“Sterben müssen wir wohl alle”.
Der Soldat mit dem Gewehr
schießt seine Magazine leer.
Da niemand sich auf Bühne regt
der Vorhang sich zur Pause legt.
Der Dirigent erhebt den Takt-
stock für den letzten Akt.
Doch die Bühne bleibt leer,
es lebt keiner mehr.
Afrika scheint zu gedeihen,
Togo wird man Preis verleihen,
denn Toganer sind sehr flink
mit excellenten Marketing.
Schon im kleinsten Kaffeeladen
zwischen Rom und Baden- Baden
prangt überall das Logo:
„hier gibt es Kaffee To Go“